Die Glühlampe ist aus einer Vielzahl von Gründen ein
ideales Leuchtmittel - jetzt aber steht ihr Verbot zur
Diskussion. Australien war in diesem Bestreben nur
Vorreiter, andere Staaten wie z.B. USA und die Europäische
Union geben mittlerweile ein strenges Tempo vor: Wenn es
nach der EU geht, soll der Standard-Glühlampe ab 2009
stufenweise die CE-Kennzeichnung entzogen werden
(„Outphasing“), womit der Verkauf ungesetzlich werden
würde. Dabei ist eine solche Entscheidung nicht nur umwelt-
und energiepolitisch, sondern auch gesundheitspolitisch zu
sehen: gutes Licht ist Leben, schlechtes Licht hingegen
kann krank machen - schwer krank sogar. Leider ist in der
Bevölkerung kein Vertrauen mehr in die eigenen Empfindungen
vorhanden, da schon seit vielen Jahren die so genannte
Energiesparlampe in einer Art und Weise beworben wird, dass
sich selbst Umweltorganisationen und Politik vor den Karren
der Industrie spannen lassen und dieses Leuchtmittel dem
Verbraucher auf einseitige Weise anempfehlen. Viele
Verbraucher haben mittlerweile ein schlechtes Gewissen,
dass sie das gemütliche Licht der Glühlampe eigentlich
besser finden und greifen aus ökologischen Gründen
stattdessen zur so genannten Energieparlampe, die damit
immer mehr Einzug in die privaten Haushalte findet. Da aber
fast alle Arbeitsstätten, Schulen, Universitäten,
Krankenhäuser, kurz, fast alle öffentlichen Einrichtungen
mit Quecksilberdampf-Licht ausgestattet sind, war der
Privathaushalt die letzte Bastion der komplementären
Beleuchtung mit dem gesundheitsneutralen bzw.
gesundheitlich positiv zu bewertenden Licht der Glühlampe.
Es ist bei genauer Betrachtung der Ökobilanz, also dem
Produktleben "von der Wiege bis zur Bahre", keinesfalls
bewiesen, dass die so genannte Energiesparlampe ihren Namen
zurecht trägt. Die meisten Berechnungen, die uns
Verbrauchern von den Medien vorgesetzt werden, sind
Milchmädchenrechnungen, da sie die Zeit vor der
Inbetriebnahme und die umweltgerechte Entsorgung dieses vor
Giftstoffen nur so strotzenden Leuchtmittels mit dem
irreführenden Namen gänzlich außer Acht lassen. Um einen
Beitrag zur aktuellen Diskussion zu leisten, ist unter dem
folgenden Link ein Text abrufbar, der die Vollversion eines
leicht gekürzten Artikels in LICHT Heft 11/12 2007
darstellt. Hier werden eine Reihe von Argumenten
ausführlich erörtert, die als Grundlage für eine erweiterte
Diskussion dienen können, die auch die gesundheitlichen
Aspekte von Kunstlicht einbezieht. Der Artikel ist aus der
Sicht eines Arztes geschrieben, der sich Gedanken darüber
macht, ob der schlechte Gebrauch von falschem Kunstlicht
nicht für eine Reihe von Krankheitsbildern mit
verantwortlich sein könnte, die in Industrienationen immer
häufiger zu beobachten sind.
Download des Artikels aus LICHT Heft
11/12 2007: "Glühlampenlicht und Gesundheit"
Wenn Sie sich kurz und knapp informieren möchten, können
Sie hier ein Statement herunterladen, das auf einer Seite
die wichtigsten medizinischen Argumente für den Erhalt der
Glühlampe zusammenfasst:
Download des Statements anlässlich
einer Podiumsdiskussion der LiTG zum Glühlampenverbot
am 13.03.2008 in München
Unter den nachfolgenden Links ist eine Präsentation
hinterlegt, die sich in mehr grafischer Weise mit dem Thema
beschäftigt und die helfen kann, einige Aspekte aus dem
Artikel besser zu kommunizieren. Die PDF-Version eignet
sich z.B. für den Ausdruck sowie den schnellen Überblick.
Download PRO GLÜHLAMPE als PDF (ca. 1,2
MB)
Das Quicktime-Format (.MOV) hingegen ist eine Präsentation,
die auf jedem Computer (der das kostenlose
Quicktime-Programm von Apple geladen hat) laufen sollte,
unabhängig, ob PC oder Mac. Wenn die Präsentation gestartet
wurde, können Sie durch clicken zur nächsten Abbildung
weiterschalten.
Download PRO GLÜHLAMPE als interaktive
Quicktime-Präsentation MOV (ca. 6 MB)
Das Herunterladen der Präsentation kann aufgrund der Größe
je nach Geschwindigkeit Ihrer Internetverbindung etwas Zeit
in Anspruch nehmen.
Hier geht es zur Petition PRO GLÜHBIRNEN, die
noch viel mehr Teilnehmer vertragen kann...
Übrigens:
Wenn das Beispiel mit dem Verbot der Glühlampe Schule
macht, hat auch die Kerze schlechte Karten! Da ihre
Lichtausbeute bei ca. 0,3 % liegt (das ist über 15 mal
schlechter als die Standard-Glühlampe!), müsste sie
konsequenterweise dann auch verboten werden (auch wenn das
grotesk anmuten mag), denn die Kerzenproduktion und Einfuhr
zusammen genommen haben immerhin einen Wert von annähernd
einer halben Milliarde Euro und ein Gewicht von ca. 250 000
Tonnen pro Jahr nur in Deutschland.
Viele prominente Umweltschützer, die ins Horn der
Glühlampen-Abschaffer blasen, haben schon verlauten lassen,
dass sie zukünftig dann eben eine Kerze anzünden werde,
wenn sie gemütliches Licht haben wollen - wobei die Umwelt
dann noch mehr leidet als bei der guten alten Glühlampe ;-)
