lichtbiologie

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Eine Reihe von Anwendungen von Licht ist bei genauer Betrachtung nicht optimal -
hier besteht prinzipiell Handlungsbedarf, wenn Licht künftig in förderlicher Weise eingesetzt werden soll.
Angesichts der Klimaentwicklung ist Energiesparen ein wichtiges Thema geworden. Von manchen Umweltschützern wird sogar das Verbot der Glühlampe gefordert, da sie angeblich die Umwelt durch ihren Energieverbrauch stark belastet. Als rettende Alternative wird die so genannte Energiesparlampe empfohlen, da sie angeblich wesentlich umweltverträglicher sei. Als Nachteil der Energiesparlampe wird zwar mitunter erwähnt, dass sie ein "kaltes Licht" erzeuge, aber im Grundtenor wird eigentlich gefordert, wir sollten das Weltklima nicht unserer Gemütlichkeit opfern. Australien ist derzeit der Vorreiter beim geplanten Verbot der Glühlampe, aber auch andere Länder scheinen dieser Linie folgen zu wollen. All diese Aktionen können nur von Politikern und Umweltschützern ausgehen, die sich unzureichend mit der Thematik Licht und Gesundheit befasst haben und unreflektiert die Werbesprüche der Lichtindustrie übernommen haben und nachplappern. Das Quecksilberspektrum kann keinesfalls zur Erzeugung von gesundem Licht herangezogen werden, das Gegenteil ist der Fall. Solange es keine Energiesparlampen ohne Quecksilberspektrum gibt, käme es einer Körperverletzung gleich, die Glühlampe zu verbieten. Es gibt übrigens seit mehreren Jahren eine Technik, die bei Halogen-Glühlampen zum Einsatz kommt, um Energie zu sparen und den Wirkungsgrad um 50% zu erhöhen.
Was die meisten Anwender von Computern nicht wissen - praktisch alle modernen Bildschirme strahlen Quecksilberlicht ab. Gerade die eleganten Flachbildschirme bzw. TFT-Monitore haben als Hintergrundbeleuchtung so genannte Kaltkathodenröhren oder CCFLs (Cold Cathode Fluorescent Lamp), deren Funktion auf der Quecksilberdampf-Entladung basiert. Die Folgen für die Anwender sind derzeit nicht vollumfänglich abzuschätzen, da es keine Unbedenklichkeits-Nachweise von Seiten der Hersteller gibt. Das ist natürlich erschreckend, wenn man bedenkt, wie stark diese Monitore Einzug in unser aller Leben gehalten haben. Wer einen Bildschirmarbeitsplatz hat, blickt jeden Tag für mehrere Stunden in die Röhre, wobei die Lichtstrahlung ja sogar in die Stelle des schärfsten Sehens gebündelt wird. Da das Quecksilberlicht der Computermonitore einen starken Blauanteil aufweist, kann es nach neuesten Erkenntnissen der Zellforschung zu einer Stressbelastung im Energiestoffwechsel der Netzhaut kommen, die sich z.B. in Form einer verstärkten Bildung von Sauerstoff-Radikalen in Mitochondrien bemerkbar machen kann (Bemerkbar machen ist hier allerdings ein irrefüährender Begriff, da man hiervon gerade nichts merkt!). Ist die oxidative Schädigung der filigranen Netzhautstrukturen soweit fortgeschritten, dass sie sich bemerkbar macht, ist es vielfach schon zu spät - wie im Fall der Altersbedingten Makula-Degeneration (AMD). Der hohe Blauanteil im Quecksilberlicht wäre nicht so schlimm, wenn auch ein höherer Anteil von Rot und NIR (Nah-Infrarot) in diesem Licht enthalten wäre - das ist aber nicht der Fall. Somit reduzieren sich die reparativen Wirkungen langwelliger Strahlung, während die Schädigungsprozesse durch die kurzwelligen Anteile verstärkt ablaufen. Viele Augenärzte werden jedoch abwinken, wenn sie darauf angesprochen werden, ob es möglich sei, dass Bildschirme die Sehkraft schwächen oder sogar schädigen können, da sie davon ausgehen, dass nur die Sonne und starke Lichtquellen wie Laser ein solches Schädigungspotential für die Netzhaut aufweisen. Es gibt jedoch anatomisch-physiologische Gründe für die Annahme, dass auch so "schwache" Lichtquellen wie Computermonitore erheblichen Schaden in der Netzhaut anrichten können. Ein leicht nachvollziehbarer Grund ist z.B. die Dosis, die sich aus der Stärke UND der Einwirkzeit errechnet. Hierzu ein Rechenbeispiel: ein Single sieht länger fern als Paare, das ist statistisch erwiesen. Wenn also ein Single sich einen LCD- oder Plasmafernseher gekauft hat, außerdem in einem Callcenter mit Bildschirmarbeitsplatz und Quecksilberdampf-Raumbeleuchtung arbeitet, so summiert sich die Expositionszeit für Quecksilberlicht wie folgt:
8 Stunden pro Tag Bildschirm- und Raumlicht-Exposition am Arbeitsplatz
1 Stunde private Computer-Nutzung
3 Stunden Fernsehen
macht summa summarum etwa 12 Stunden Augenbelastung mit Quecksilberlicht unter der Woche, was sich vielleicht auf 5 Stunden an arbeitsfreien Tagen reduziert. Rechnet man mit 240 Arbeitstagen und 125 freien Tagen pro Jahr, kommt man auf eine Expositionszeit von etwa 3500 Stunden! Das entspricht etwa 40% der in einem Jahr verfügbaren Zeit. Angesichts solcher Zahlen leuchtet es vor allem Nicht-Wissenschaftlern ein, dass es sich hierbei nicht um peanuts handeln kann. Wissenschaftler hingegen wenden keinen gesunden Menschenverstand, sondern Statistik an und fordern "anerkannte Beweise". Untersucht man jedoch die Methodik der Beweisfindung, stellt man häufig fest, dass je nach Aussage, die getroffen werden soll, die passendere Vorgehensweise gewählt wird: in diesem Fall also werden Tierversuche und Zellversuche als nicht geeignet erklärt, um daraus ein Schädigungspotential von Quecksilberlicht abzuleiten und stattdessen epidemiologische Daten herangezogen, um der Sonne den Schwarzen Peter zuzuschustern. Bei solchen epidemiologischen Untersuchungen ist es jedoch praktisch unmöglich, im Nachhinein festzustellen, ob die Menschen tatsächlich länger in der Sonne waren (mit oder ohne Sonnenbrille, am Meer, in der Stadt oder im Hochgebirge?) oder zusätzlich noch Quecksilberlicht in Schulen, Universitäten, an Arbeitsplätzen usw. ausgesetzt waren und welche der Einflüsse nun in welche Richtung gewirkt haben.
Übrigens: Rattenversuche können u. A. deswegen nicht zur Entwarnung herangezogen werden, weil deren Netzhäute schon nach wenigen Stunden im Quecksilberlicht deutliche Schäden davontragen - was wissenschaftlich seit vielen Jahren gut dokumentiert ist...
Derzeit gibt es für Menschen, die am Bildschirm arbeiten müssen, keine sinnvolle Empfehlung für unschädliche Bildschirme, da auch die alten Kathodenstrahl-Bildschirme erhebliche Nachteile hatten und derzeit noch keine neuen Systeme verfügbar sind, die ohne Quecksilberlicht auskommen. Die Technik der Weißlicht-LEDs ist ebenfalls nicht geeignet, da das Spektrum dieser Lichtquellen genau im problematischen Bereich sehr starke Blauanteile aufweist. Eine mögliche Lösung stammt aus dem Umfeld der Behandlung der Altersbedingten Makula-Degeneration (AMD). Bei dieser Erkrankung ist die Regenerationsfähigkeit der Netzhaut stark eingeschränkt, so dass sich blaues Licht besonders schädlich auswirkt, weswegen vielen AMD-Betroffenen das Tragen gelber Brillen empfohlen wird. Hierbei werden die schädlichen Blauanteile ausgefiltert, was die Netzhaut und besonders die Stelle des schärfsten Sehens entlastet. Warum also warten, bis sich eine AMD entwickelt, wenn man schon im Vorfeld etwas tun kann. Man kann zwar den Arbeitgeber nicht zwingen, anderes Licht zu installieren, aber man kann eine gelb getönte Bildschirm-Arbeitsbrille tragen, um sich selbst zu schützen. Die Verwendung einer solchen Brille hat weitere Vorteile: die Sehschärfe und der Kontrast werden erhöht und man kann den Bildschirm mit voller Helligkeit betreiben: die Reduktion der Helligkeit führt nämlich zu einem leicht messbaren Flackern des Bildschirms, was entspanntes Arbeiten zusätzlich erschwert (siehe auch Linkliste: www.officeglasses.de).
Solange Kunstlichtquellen mit Wechselstrom betrieben werden, entsteht elektromagnetische Störstrahlung. Während sich Entladungslampen praktisch nur mit Wechselstrom betreiben lassen, besteht bei Glühlampen und LED die Möglichkeit eines Betriebs mit Gleichstrom. Dies hat den Vorteil, dass das entstehende Licht keine Modulationsfrequenzen mehr aufweist, also nicht mehr flackert, sondern völlig gleichmäßig erstrahlt. Dieses Fehlen von Flackern ist ein Qualitätsmerkmal von gutem Kunstlicht, schließlich strahlt die Sonne auch gleichmäßig und ohne Modulationsfrequenzen.

Tabelle- Elektromagnetische Eigenschaften Verschiedener Gluehlampen-Typen

Die Tabelle ohne Erklärungstext können Sie sich unter diesem Link im JPG-Format herunter laden, um sie z.B. in eine Präsentation einzubetten.
Seit die Automobilindustrie die Leuchtdioden (LED) als Lichtquellen entdeckt hat, werden immer mehr Fahrzeuge mit dieser Technik ausgestattet. Leider haben sich die Konstrukteure nicht hinreichend mit der Physiologie des Sehens beschäftigt, sonst hätten sie darauf geachtet, die LED so anzusteuern, dass sie keine Stroboskopeffekte hervorrufen. Gerade die roten Rücklichter sind wahre Flacker-Weltmeister und traktieren die Augen des Hintermannes mit einem wahren Blitzlicht-Gewitter. Die Beleuchtungsindustrie hat vor geraumer Zeit festgestellt, dass flackernde Leuchtstofflampen zu Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen führen können und besonders dort vermieden werden sollen, wo sich Gegenstände schnell bewegen, da das Flackerlicht dann besonders stark in Erscheinung tritt. Während also bei Leuchtstofflampen die konventionellen Vorschaltgeräte nicht mehr eingesetzt werden dürfen und nur noch elektronische Vorschaltgeräte, die das Flackern deutlich reduzieren, erlaubt sind, macht die Automobilindustrie nun den gleichen Fehler auf Neue, indem sie LEDs, die noch flinker flackern können als Leuchtstofflampen, mit so niedrigen Frequenzen betreibt, dass der Flackereffekt besonders stark in Erscheinung tritt. Dies wird besonders in Situationen deutlich, wenn die Strahlung im peripheren Gesichtsfeld wahrgenommen wird oder sich das Auge des Betrachters bewegt, z.B. beim Blick auf die Tachoanzeige und zurück auf das Strassengeschehen. Der Stroboskopeffekt dieser modernen Rücklichter ist insofern für den Betrachter irreführend, da ein einziges Rücklicht in viele nebeneinander stehende Einzelpunkte aufgelöst wird, was z.B. in schwierigen Situationen zu einer Fehleinschätzung der tatsächlichen Verkehrssituation führen kann.
Obwohl Prof. Dr. med. Fritz Hollwich schon vor mehr als 30 Jahren kontinuierlich darauf hingewiesen hat, dass Licht aus Leuchtstofflampen nicht nur für das Auge, sondern auch für den gesamten Organismus problematisch ist, findet man in den meisten Schulen immer noch ausschliesslich Quecksilberdampf-Leuchtmittel über den Köpfen der Schüler. Folgendes Zitat ist den Vorbemerkungen im Lehrbuch "Augenheilkunde" von Prof. Hollwich, 10. Auflage 1982, entnommen: ". . .Darüber hinaus ergaben unsere Untersuchungen (HOLLWICH u. DIECKHUES), dass intensives Kunstlicht mit stark vom Sonnenlicht abweichendem engen Spektrum zu einem "Lichtstress" mit alarmierendem Anstieg der Hormone Cortisol und ACTH führt. Es ist wahrlich an der Zeit, aus diesen Ergebnissen die Konsequenzen zu ziehen: Die heranwachsende Jugend gehört nicht in fensterlose Schulen oder Sportbunker ("Lichtkäfige" nach HÖFLING). Auch für Arbeitsräume ist die völlige Ausschaltung von Tageslicht zu vermeiden." Weiter heisst es: "In der Wahl künstlicher Beleuchtung sind qualitativ hochwertige Lichtquellen bzw. Lichtkombinationen (Leuchtstofflampe + Glühlampe) zu bevorzugen, deren Spektrum dem Sonnenlicht am nächsten kommt."
Was für gesundes Licht in Schulen gilt, sollte in verstärktem Masse auch für Krankenhäuser, Intensivstationen und Altenheime gelten. Die Nutzer solcher Einrichtungen können oftmals nicht selbst entscheiden, ob sie nach draußen gehen, somit sind diese Personengruppen in noch stärkerem Maße von der örtlichen Lichtqualität abhängig. In vielen Häusern ist noch nicht einmal die Richtlinie zur Verwendung elektronischer Vorschaltgeräte umgesetzt und in fast allen Einrichtungen ist Quecksilberdampflicht die Standardbeleuchtung. Da die Spektralverteilung von Leuchtstofflampen weitgehend unabhängig von der angegebenen Farbtemperatur hohe Blauanteile aufweist, löst solches Licht eine vermehrte Ausschüttung von Stresshormonen aus. Aus medizinischer Sicht muss bezweifelt werden, ob dieser Effekt die Heilung bzw. Regeneration fördert. Während die meisten Patienten sowohl Intensivstation als auch Krankenhaus wieder verlassen, sind die Bewohner von Altenheimen meist lebenslang den Lichtbedingungen ihres Hauses ausgesetzt. Hier macht sich der lichtinduzierte Dauerstress spätestens in der Form bemerkbar, dass die Grunderkrankungen in ihrer Progredienz befördert werden. Kommen wir also vom Status Quo zur Vision: gesundes Licht in Krankenhäusern ist ein wichtiges Anliegen für die Zukunft. Hier sollten sich die Gestalter und Lichtplaner vor Augen führen, dass unter dieser Forderung etwas anderes zu verstehen ist, als einfach Quecksilberlicht mit hoher Farbtemperatur einzusetzen: Tageslicht-Beleuchtungskonzepte sollten so früh wie möglich in die Planung mit einbezogen werden, denn Tageslicht ist durch keine künstliche Lichtquelle zu ersetzen.
Sonnenlicht ist durch keine Art von Kunstlicht wirklich zu ersetzen. Medizinisch betrachtet ist das Sonnenlicht am frühen Morgen oder am späten Nachmittag bei weitem nicht so wert- und wirkungsvoll wie am Mittag, wenn die Sonne am höchsten am Himmel steht. Hier ist der Anteil der hormonbildenden UVB-Strahlung am höchsten. Daraus folgt, dass schon 5 - 10 Minuten Sonnenbestrahlung auf den ganzen Körper mittags zwischen 12 und 13 Uhr für den Organismus bei weitem effektiver und gesünder sind als eine einstündige Bestrahlung zwischen 17 und 18 Uhr. Der Grund hierfür liegt wie schon angedeutet in der Spektralverteilung, die sich mit der Tageszeit ändert. Die wichtigste Wirkung ist die Bildung von Vitamin D, also dem Sonnenhormon. Dafür ist die kurzwellige UVB-Strahlung zwischen 290 und 320 nm verantwortlich. UVA hat diese gesundheitsförderliche Wirkung nicht, hier überwiegen Effekte wie Schädigung des Bindegewebes und DNA-Schäden. Die Tiefenwirkung der zellschädigenden Effekte ist sogar umso höher, je langwelliger die UV-Strahlung ist. Arbeitgeber, denen an gesunden Mitarbeitern gelegen ist, sollten also in Erwägung ziehen, diese Zusammenhänge zu berücksichtigen und die Möglichkeit einzuräumen, dass ihre Angestellten das Sonnenlicht zur optimalen Tageszeit nutzen können.
Die Anwendung von Farblicht ist derzeit in einer Zwischenphase: in vielen Köpfen erscheint sie als esoterische Placebotherapie, andererseits beschäftigen sich NASA und Militärs mit den Wirkungen bestimmter Spektralbereiche des sichtbaren Lichts und lassen diese an verschiedenen Universitäten erforschen. Physikalisch wie auch lichtbiologisch gibt es keinen vernünftigen Grund und auch keine treffende Erklärung, warum Licht zwar im UV-Bereich und im Infrarot physiologische Wirkungen hat, im sichtbaren Spektrum dazwischen jedoch nicht. So ist z.B. die Quantenenergie des sichtbaren Lichtes höher als die der Infrarotstrahlung. Die meisten Pigmente wie z.B. Blutfarbstoff oder Erbsubstanz, also DNA, absorbieren auch sichtbare Strahlung. Anstatt also die Wirkung von Farblicht von der wissenschaftlichen Seite her zu vertuschen, indem man z.B. orangefarbiges Licht, das nachweislich die Wundheilung fördert, mit dem Begriff NIR-Strahlung (Nah-Infra-Rot-Strahlung) umschreibt, wäre es an der Zeit, diejenigen Forscher, die in der Vergangenheit sogar gerichtlich belangt wurden, weil sie die Chromotherapie betrieben haben, zu rehabilitieren und das Forschungspotential auszuschöpfen, um die nachweislichen Wirkungen von Farblicht besser verstehen zu lernen. Die Verbreitung der Farblicht-Therapie kann zu einer erheblichen Entlastung im Gesundheitswesen beitragen, da sie nicht nur therapeutisch, sondern auch prophylaktisch eingesetzt werden kann. Da praktisch keine Nebenwirkungen vorhanden sind, ist die Chromotherapie ein ideales Verfahren, das auch medizinischen Laien ohne nennenswertes Risiko an die Hand gegeben werden kann.














Das Licht der Sonne ist in den letzten Jahren immer mehr in den Ruf gekommen, gesundheitsschädlich zu sein. Besonders die Hautärzte warnen immer wieder vor der Krebsgefahr. Dies ist jedoch wieder eine einseitige Betrachtungsweise, denn Sonnenlicht kann nicht nur Krebs erzeugen, sondern auch davor schützen. Diese Aussage muss man allerdings wie folgt differenzieren: es gibt zwei Arten von Hautkrebs, die in den Statistiken oft zusammengemischt werden, obwohl nur für das weniger gravierende Basaliom, das aus der Aktinischen Keratose entstehen kann, wirklich ein Zusammenhang nachgewiesen ist. Beim extrem bösartigen Melanom, dem schwarzen Hautkrebs, ist der Zusammenhang mit Sonnenbestrahlung keineswegs so eindeutig, wie es die Spezialisten geltend machen wollen. Wenn man nun die anderen Krebsarten, also Brustkrebs, Dickdarmkrebs usw. in die Betrachtung mit einbezieht, sieht die Sache plötzlich ganz anders aus: hier schützt moderater Sonneneinfluss sogar vor der Entstehung. Fast alle Arten von Krebs, ausgenommen der helle, bei rechtzeitiger Behandlung nicht sehr problematische Hautkrebs, treten bei Menschen, die der Sonne vernünftig begegnen, statistisch signifikant seltener auf. Die zentrale Rolle scheint hierbei das so genannte Vitamin D, also das Sonnenhormon, zu spielen. Während die tägliche Hormondosis, die man z.B. Kleinkindern zur Prophylaxe der Rachitisentstehung verabreicht, bei 400 internationalen Einheiten (i.E.) liegt, sorgt eine 20-minütiges Ganzkörper-Sonnenbad ohne Sonnencreme für die Bildung von 15 000 bis 25 000 i.E. Vitamin D im Körper.
Derzeit beinhalten sehr viele Körperpflegemittel, Duschgels, Shampoos usw. versteckte UV-Schutzfilter, z.B. in Form der Parabene. Dies sind Abkömmlinge der Para-Amino-Benzoesäure, ihre Namen lauten z.B. Methyl-Paraben, Äthyl-Paraben, Propyl-Paraben etc. Oftmals findet sich in der Deklarationsliste die ganze Palette der Parabene, auch in teuren Kosmetika. Angeblich werden die Parabene als Konservierungsstoffe zugesetzt. Sie galten lange Zeit als völlig unbedenklich, da man z.B. Ratten mit hohen Dosen dieser Substanzen gefüttert hat und keinerlei negative Auswirkungen beobachtet wurden. Mittlerweile sind die Parabene in die Diskussion geraten, da sie z.B. in erhöhter Konzentration in den Lymphknoten von Brustkrebs-Patientinnen gefunden wurden. Nachfolgende Untersuchungen konnten zeigen, dass sich die Parabene, sofern sie nicht in den Verdauungstrakt gelangen, sondern auf die Haut aufgebracht werden, teilweise in Substanzen verwandeln, die östrogenartige Wirkungen haben. Damit wäre ein potentieller kanzerogener Effekt nicht auszuschließen. Da die Parabene auch als UV-Schutzfilter wirken, verhindern sie die Bildung von Vitamin D unter dem Einfluss von Sonnenlicht.
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