pioniere der lichtbiologie
Edwin Dwight Babbitt
(1828 - 1905)
Babbitt war einer der ersten Farblicht-Therapeuten
des ausgehenden 19. Jahrhunderts, der Licht auf den
ganzen Körper zur Einwirkung brachte. Er
entwickelte eine Reihe von Gerätschaften, um
Sonnenlicht in Farblicht zu verwandeln und
publizierte 1878 das umfangreiche Werk "The
Principles of Light and Color".

Dr. med. Oskar Bernhard
* 24.5.1861 in Samedan, † 14.11.1939 in St. Moritz
Chirurg, Bürger von Chur. Mitbegründer des
Kreisspitals Samedan. Verhalf der Heliotherapie der
Gelenks- und Knochentuberkulose zum Durchbruch.
Dr. med. Maximilian Bircher-Benner
* 22. August 1867 in Aarau; † 24. Januar 1939 in
Zürich
Schweizer Arzt und Ernährungswissenschaftler
Seine These: Nicht ihr Gehalt an Nährstoffen sei
für die Qualität der Nahrungsmittel entscheidend,
sondern die in ihnen gespeicherte Sonnenenergie.
Bei Medizinern und Naturwissenschaftlern stieß
Bircher-Benners Ernährungslehre
("Sonnenlichtnahrung") auch schon in der Zeit ihrer
Entstehung auf Skepsis und Ablehnung, da sie
biochemischen
Erkenntnissen widerspricht. (aus Wikipedia)
Dinshah P. Ghadiali
* 28. November 1873 in Bombay, Indien; † 30. April
1966 in Malaga, NJ, USA
Dinshah war ein Pionier der systemischen
Chromotherapie, der die Erkenntnisse von
Pleasonton, Pancoast und vor allem Babbitt
aufgegriffen und konsequent weiterentwickelt hat.
Das von ihm entwickelte Spektro-Chrom-Methode kann
heute als ein ausgereiftes System der
Farblichtbehandlung für Therapeuten als auch Laien
gelten, das als einzige Form der Chromotherapie auf
eine über einhundertjährige Geschichte
dokumentierter Anwendung zurückblicken kann.
Dr. rer. nat. Carl Dorno
* 3. August 1865 in Königsberg (heute Kaliningrad);
† 22. April 1942 in Davos
Dorno war ein deutscher Naturforscher und Chemiker,
der 1907 das Physikalisch-Meteorologische
Observatorium Davos gründete. Er gilt als Begründer
der Strahlungsklimatologie und erforschte die
biologische Wirkung der Ultraviolettstrahlung.
Prof. Dr. med. Niels Ryberg Finsen
* 15. Dezember 1860 in Tórshavn/Faröer; † 24.
September 1904 in Kopenhagen/Dänemark
Finsen war derjenige, der im ausklingenden 19.
Jahrhundert die Lichttherapie in unterschiedlicher
Weise erforschte und zur Anwendung brachte. Er
konnte mit seiner negativen Lichttherapie der
Pockenerkrankung und später mit der aktinischen
Therapie des Lupus Vulgaris hervorragende Erfolge
verzeichnen, was ihm 1903 den Medizin-Nobelpreis
einbrachte.
Prof. Dr. med. Alexander Gawrilowitsch Gurwitsch
1874 - 1954
Gurwitsch war der Entdecker der mitogenetischen
Strahlung und damit Begründer der heutigen
Biophotonenforschung.
Prof. Dr. med. Dr.
h.c. Fritz Hollwich
1909 - 1991
Hollwich war Internist und Augenarzt und von 1964
bis 1977 Chefarzt der Universitäts-Augenklinik in
Münster. Er erforschte seit Ende der 40er Jahre den
Einfluss von Licht auf die Regulation des
Stoffwechsels bei Mensch und Tier. Er betonte in
seinen Publikationen und Lehrbüchern immer wieder
die Wichtigkeit des energetischen Anteils der
Sehbahn und setzte sich vehement gegen den Einsatz
von Leuchtstofflampen-Licht in fensterlosen
Gebäuden, z.B. Schulen ein. Er war einer der
wichtigsten Pioniere der Photoendokrinologie,
dessen Erkenntnisse vielerorts bis heute nicht
adäquat umgesetzt sind.
Dr. med. Ernst Horn
(1774-1848)
studierte Medizin in Jena und Göttingen. Seine hier
vorliegende Schrift verfaßte er im Alter von 23
Jahren, also noch vor seiner Dissertation. Seit
1806 war Horn in Berlin tätig und machte dort eine
glänzende Karriere im Gesundheitswesen, u. A. als
ärztlicher Direktor der Berliner Charité. - Seine
o.a. Schrift ist auch heute noch von größter
Wichtigkeit und Aktualität, zeigt sie doch den
immensen Einfluss des Lichts auf den menschlichen
Organismus, insbesondere das Nervensystem. Die
Arbeit handelt aber auch von den schädlichen
Einflüssen des Lichts.
Prof. Dr. med. Albert Jesionek
* 9. Januar 1870 in Lindau; † 8. Dezember 1935 in
Gießen
Albert Jesionek war einer der bedeutendsten
Lichtforscher des 20. Jahrhunderts. Er gründete in
Gießen die erste Lupus-Heilstätte in Deutschland,
die spätere Universitäts-Hautklinik. Er publizierte
eine Reihe von Büchern, darunter "Lichtbiologie"
(erschienen 1910) und "Lichtbiologie und
Lichtpathologie" (1912)
Prof. Dr. Gustav Robert Kirchhoff
* 12. März 1824 in Königsberg; † 17. Oktober 1887
in Berlin
Deutscher Physiker, der sich neben der Erforschung
der Elektrizität auch mit Strahlungsphänomenen
beschäftigt hat. So begründete er mit Robert
Wilhelm Bunsen die Spektralanalyse, die nicht nur
in der Astronomie, sondern auch in der Biologie und
Biochemie weitreichende Anwendung gefunden hat.
Prof. Dr. med. Werner Kollath
* 11. Juni 1892 in Gollnow in Pommern; † 19.
November 1970 in Porza/Lugano
Laut Wikipedia gilt Kollath als Vater der
Vollwerternährung. Dies war allerdings nicht sein
einziges Betätigungsfeld. So schreibt er in seinem
Buch Zur Einheit der Heilkunde: "Jahrelang
war ich Lichtbiologe. War ich schon in der
Vitaminforschung von der geraden Linie des
Bakteriologen abgewichen, so wurde ich durch die
Lichtbiologie geradezu ein Ketzer."
Richard Küch
1860 bis 1915
In den Jahren 1903/04 gelang Küch die Konstruktion
einer Quarzglas-Quecksilberdampflampe, die die
Grundlage der Künstlichen Höhensonne® darstellte.
Er läutete damit eine neue Ära der Lichttherapie
mit künstlichen Lichtquellen ein, da die
Quecksilberdampf-Strahlung ein Höchstmass an
Effizienz im Vergleich zu anderen Quellen lieferte.
Dr. med. Heinrich Lahmann
1860 - 1905
Lahmann war der wohl innovativste Naturarzt seiner
Zeit und führte ein renommiertes Sanatorium, das
den Kurort Weißer Hirsch bei Dresden weltbekannt
machte. Wichtiger Baustein seiner Kuren waren
Licht-, Luft- und Sonnenbäder.
Prof. Dr. med. Jacob Moleschott
* 09. August 1822 in Hertogenbosch, † 20. Mai 1893
in Rom
Moleschott war Physiologe und kann als der
Begründer der wissenschaftlichen Lichtbiologie
gelten. Immer wieder betonte er die Rolle des
Lichts für die Lebensprozesse und untermauerte
diese Ansicht durch eine Reihe grundlegender
Experimente.
John Nash Ott
Ott gilt im amerikanischen Sprachraum als einer der
großen Pioniere der Lichtforschung und
Lichttherapie. John Ott wurde auch zu einer Art
Galionsfigur der so genannten
Vollspektrum-Beleuchtung gemacht, obwohl er der
Quecksilberbeleuchtung nicht kritiklos
gegenüberstand. Folgendes Zitat stammt aus seinem
Buch "Risikofaktor Kunstlicht":
"Aber es gab immer noch das Problem der
Quecksilberdampfausschläge. Alle Leuchtstoffröhren
produzieren diese sehr schmalen, aber
höchstintensiven nadelförmigen Energieimpulse
sowohl in den sichtbaren als auch in den
ultravioletten Wellenlängen. Die Intensität dieser
Quecksilberdampfspektralausschläge variiert je nach
dem Leuchtstoffröhrentyp - kühlweiß, warmweiß etc.
Dies ist ein wesentlicher Nachteil, der gegen alle
Vorteile von Leuchtstofflampen abgewogen werden
muss."
Prof. Dr. med. Seth Pancoast
*28. Juli 1823 in Darby, Pennsylvania, † 1889
Pancoast veröffentlichte 18xx ein Buch mit dem
Titel "Blue and Red Light or Light and Its Rays as
Medicine" und war einer der ersten Ärzte, der die
antagonistischen Pole des Lichtspektrums
therapeutisch einsetzte. Er hatte bereits erkannt,
dass Rot den Wirkungen des Sympathikus entspricht,
Blau hingegen denen des Parasympathikus.
Prof. Dr. med. Ludwig Pincussen
* 02.06.1873 Berlin, † unbekannt, Mediziner,
Physiologe.
P. wirkte an der Charité und dem Physiologischen
Institut der Tierärztlichen Hochschule, bevor er
1922 zum Nachfolger von Peter Rona als Direktor der
biochemischen Abteilung bzw. des Chemischen
Instituts an das Städtische Krankenhaus Am Urban
berufen wurde. 1933 wurde Pincussen entlassen. Das
Chemische Institut wurde als selbständige Einheit
aufgelöst. Sein Hauptforschungsgebiet waren die
biologische Chemie und Strahlenlehre, dazu
veröffentlichte er zahlreiche Publikationen u. a.
das "Medizinisch-chemische Laboratoriums-Hilfsbuch"
(1912) und die "Tabulae biologicae" (10 Bände,
1925–1934). Pincussen emigrierte in die USA, 1938
hielt er sich in Chicago auf. Eine Gedenktafel am
Krankenhaus erinnert auch an ihn.
Er verfasste ein umfassendes Lehrbuch der
Photobiologie, das sich vor allem an Mediziner
richtete.
General Augustus Pleasonton
1808-1894
Prof. Dr. phil. Dr. chem. Johannes Plotnikow
Plotnikow war Direktor des Chemisch-Physikalischen
Instituts an der Technischen Fakultät der
Universität zu Zagreb und bearbeitete
photochemische und photobiologische
Fragestellungen.
Prof. Dr. rer. nat. Boris Rajewski
* 17. Juli 1893 in Tschirigin, Ukraine, † 22.
November 1974
Rajewski war einer der bedeutendsten Biophysiker
des 20. Jahrhunderts, der sich bis zum 2. Weltkrieg
intensiv mit den biologischen Lichtwirkungen
befasste.
Arnold Rikli
* 13. Februar 1823 in Wangen an der Aare, † 30.
April 1906
Rikli, der auch „Sonnendoktor“ genannt wurde,
behandelte seine Patienten mit
Wasser-Luft-Licht-Therapien, Beschäftigung an der
frischen Luft, intensiven Sonnenbädern
(Heliotherapie) und einer vegetarischen Diät.

Prof. Dr. med. Auguste Rollier
(1874-1954)
Rollier war der Großmeister der Heliotherapie und
behandelte in Leysin im Schweizer Hochgebirge in
nahezu 50 Jahren viele Tausende von Patienten, die
an Tuberkulose und anderen Dunkelkrankheiten
litten. Er findet sich beispielsweise auf der Liste
derer, die 1920 für den Medizin-Nobelpreis
nominiert waren. Seine Behandlungsmethoden waren
revolutionär und in beispielhafter Weise
ganzheitlich. Die Sonnenbehandlung wurde an 1950
von der Antibiotikatherapie verdrängt.
Prof. Dr. med. Franz Schönenberger
* 21. November
1865 in Kiechlinsbergen am Kaiserstuhl,
† 7. Juni 1933 in Berlin
Schönenberger studierte
Medizin in Basel, Heidelberg, Berlin und Kiel und
promovierte 1898 mit dem Thema:
"Der Einfluss des Lichtes auf den tierischen
Organismus nebst Untersuchungen über Veränderungen
des Blutes bei Lichtabschluss". Nach Aufnahme
seiner ärztlichen Tätigkeit in Bremerhaven und
Bremen siedelte er nach Berlin über und wurde 1920
zum Professor und Leiter der hydrotherapeutischen
Universitätsanstalt Berlin ernannt. Er war der
erste Professor für Naturheilkunde in
Deutschland.








