geräte von gestern
Kopf-Lichtbad "Capitherm", bestehend aus elegantem
Holzkasten mit 4 Glühlampen und dahinter
angebrachten Reflektoren, einem die Innentemperatur
messenden, von außen ablesbaren Thermometer,
Anschlussleitung und Steckkontakt. Eine in der Wand
oberhalb des Halsausschnittes angebrachte Öffnung
dient der Durchführung eines Glasrohres, durch
welches der Patient die Außenluft zu atmen
vermag.
Lichtbidet nach Dr. Kattenbracker, vorzüglich
geeignet zur Bestrahlung der weiblichen Genitalien,
mit 6 Glühlampen, breiter bequemer Lehne,
Leitungsschnur und Steckkontakt. Der Apparat ist
fein poliert und besitzt ein hochelegantes
Aussehen.
Lichtfußbank zur Bestrahlung der Fußsohlen und
Erwärmung der Füße, in poliertem Glaskasten mit
starker Glasplatte, mit Steckdose und isolierter
Leitungsschnur mit doppeltem Stecker, zum Anschluss
an dei dafür Vorgesehene Steckdose des
Lichtbades.
Einfacher Wärmestrahler mit Reflektor und
Heizdrahtwicklungen auf Porzellankörper.
"Elektrosol" Teil-Lichtbäder sind leicht
transportable, muldenförmige, an den Seiten offene
Gehäuse, die sich, da aus bestem, elegant poliertem
Sperrholz angefertigt, durch außergewöhnliche
Leichtigkeit und große Haltbarkeit auszeichnen und
im Vergleich zu den früheren Teil-Lichtbädern auch
weit hygienischer sind. Es sind auch die
einfachsten Liegelichtbäder, welche dabei den
Vorteil haben, dass sie auch in der Wohnung des
Kranken angewendet werden können. Die Temperaturen,
welche mit dem "Elektrosol" zu erzielen sind,
variieren je nach Kerzenstärke der verwendeten
Glühlampen.
Intensiv-Lichtbad "Polysol" in eleganter
Eichenholz-Ausführung, mit 24 Röhren-Glühlampen,
hyperbolischen Reflektoren sowie mit Thermometer.
Zubehör: 1 Lichtbadestuhl mit Gesässbestrahlung und
bequemer Lehne (mit Lampen).
"Ultra-Polysol"-Lichtbad (Upe-Lichtbad) in
eleganter Eichenholz-Ausführung mit 24 Upe-Lampen
und Upe-Reflektoren, sowie mit Thermometer.
Zubehör: 1 Lichtbadestuhl mit Gesässbestrahlung und
bequemer Lehne (mit Lampen).
Gleichstrom-"Radiosol" für eine Stromstärke von 15
Ampère, mit horizontal gelagerten Kohlestiften und
automatisch wirkender elektromagnetischer
Reguliervorrichtung. Die Lampe mit Tubus hängt, um
die horizontale Achse drehbar und vermittelst einer
Schraube fixierbar, in einem Rahmen, der auf einem
Dreifuß-Untersatze angebracht und um die vertikale
Achse drehbar ist.
Aus der Abbildung ist ersichtlich, dass der Einsatzrahmen mit Glasfilter-Streifen versehen ist, eine Technik, die im Vergleich zu durchgehenden Filtern einer höheren Wärmebelastung standhält, da hierbei das Problem der ungleichmäßigen Wärmeausdehnung ohne Folgen bleibt. Es waren blaue und rote Filtereinsätze erhältlich.
Der im Lichtbade befindliche Patient wird in der
Gegend der erkrankten Körperteile noch extra mit
dem Lichte des "Radiosol" bestrahlt und kann dabei
vermöge des exzentrisch drehbaren Sitzes und
Deckels jederzeit seine Stellung wechseln und jede
Körperseite dem Scheinwerfer zuwenden, ohne zu
diesem Zwecke erst das Lichtbad öffnen oder
verlassen zu müssen.
Bach-Höhensonne® auf Bodenstativ mit
Gleichstromanschluss (Stromverbrauch zirka 500
Watt), gebrauchsfertig mit Spezial-Widerstand,
Leitungsschnüren und Stecker.
Jesionek-Höhensonne® für Gleichstrom-Anschluß,
Stromverbrauch zirka 700 Watt, gebrauchsfertig, mit
Spezialwiderstand, Leitungsschnüren und
Stecker.
Lampe nach Prof. Kromeyer (wassergekühlte
Quarzlampe) in Stativ-Ausführung, gebrauchsfertig
mit Kühlleitungen, Anschlusskabel und Stecker für
Gleichstromanschluss.
Handstrahler nach Minin-Goldscheider, bestehend aus
einem vernickelten parabolischen Reflektor mit
poliertem Holzschutzring, zur Verhinderung der
Wärmewirkung bei der Berührung der Haut, und
Handgriff, Leitungsschnur und Steckkontakt, sowie
einer blauen Naturglas-Glühlampe.
Oskar Bernhard schreibt in seinem Beitrag "Die
historische Entwicklung der Lichttherapie" (in:
Handbuch der Lichttherapie, herausgegeben von W.
Haussmann und R. Volk): "Das elektrische Glühlicht
wurde auch zur Therapie mit den einzelnen Farben
(Chromotherapie) herbeigezogen und hauptsächlich in
Form von Rot- und Blaulicht. Der russische Arzt
MININ hat im Jahre 1891 eine Reflektionslampe mit
einer blauen elektrischen Glühbirne mit großer
Begeisterung für alle möglichen Leiden empfohlen.
Diese MININsche Lampe, der ein therapeutischer Wert
nicht abzusprechen ist, ist auch heute (1927) noch
in vielfachem Gebrauch."
In der zu diesem Gerät mitgelieferten
Begleitschrift heißt es: "Unter diesen
(Lichtheilapparaten) nimmt für die Behandlung im
Hause eine kleine, aber außerordentlich wirksame
Bestrahlungslampe, die von dem russischen Arzt
Exc. von Minin vorgeschlagen und
von Prof. Dr. Goldscheider weiter
entwickelt und praktisch ausgeprobt worden ist,
eine hervorragende Stellung ein.
Infolge der durch den hohen parabolischen Reflektor
erzeugten Konzentrierung der Lichtstrahlen wird bei
außerordentlich niedrigem Stromverbrauch ein
hochwirksames, hochwertiges Bestrahlungsgerät
geschaffen. Die Konstruktion erlaubt ein ganz nahes
Heranbringen der Lichtquelle an die zu behandelnden
Körperteile. Diese Tatsache ist für die Beurteilung
der Wirksamkeit der Lampe von Bedeutung, denn es
ist ja bekannt, daß das Licht im Quadrat der
Entfernung abnimmt. Hält man den Handstrahler in
den Entfernungen von 10 bezw. 20 cm von der Haut,
so hat man im ersten Fall ungefähr das 4-fache der
Intensität wie im zweiten Fall."
Wie der Name sagt, ein Kleinapparat zur Bestrahlung
kleiner Zonen der Kopfgegend, z.B. bei
Mittelohrentzündung, Gehörgangsentzündung,
Furunkulose, bei Nasen- und Nebenhöhlenentzündung,
Stirnhöhlenentzündung, Kieferhöhlenentzündung,
Neuralgie, Augen- und Zahnerkrankungen u. a. Der
Kleinstrahler wird mit wenigen Griffen am Kopfe in
bequemster Weise befestigt und folgt somit jeder
Bewegung. Man hat während der Bestrahlung volle
Bewegungsfreiheit, so daß es auch möglich ist, sich
während der Arbeit, beim Lesen, am Schreibtisch,
beim Nähen usw. zu bestrahlen. Der Stromverbrauch
ist ganz minimal, er beträgt nur 15 Watt und spielt
also praktisch überhaupt keine Rolle. Für
Krankheitsherde am Halse, Nacken usw. kann zur
Lampe eine Kugelgelenkreihe, wie das folgende Bild
zeigt, mitgeliefert werden, die bis zum Halse
hinunter reicht.
Geliefert wird der Sollux®-Kleinstrahler mit einer
Spezial-Glühröhre und einer Ersatzröhre, der
Stromverbrauch beträgt 15 Watt. Das
Befestigungsband, die Leitungsschnur mit Schalter
und Stecker, sowie ein Etui zur Daueraufbewahrung
sind im Preis inbegriffen, ebenso je zwei Blau- und
Rot-Filter.
Kleine Sollux nach Dr. Cemach, als Tischlampe
tragbar zum Gebrauch in der Wohnung des Patienten,
mit leicht abnehmbarem, als Grundplatte
ausgebildetem Gussfuß, mit einer 600kerzigen
Solluxröhre, einschließlich je 1 Blau-. Rot- und
Tageslichtscheibe, zum Anschluss an Gleich- und
Wechselstrom.
Große Solluxlampe nach Dr. Oeken in kompletter
Normalausstattung, mit einem hinteren konischen
Reflektor mit großer Öffnung, einem vorderen
konischen Reflektor mit kleiner Öffnung, einem
vernickelten Filterrahmen und je einer Rot-, Blau-
und Tageslichtscheibe, für Gleichstrom- und
Wechselstromanschluss.
Große Einrichtung für Finsen-Bestrahlung. Dieselbe
besteht aus einer lichtstarken
Gleichstrom-Bogenlampe, deren Licht durch einen aus
einem fernrohrartigen Zylinder mit vier Linsen und
einer Schutzplatte aus Bergkristall bestehenden
Sammelapparat (Konzentrator) auf das zu behandelnde
Objekt konzentriert wird. Der Konzentrator besitzt
einen Zahntrieb für die Einstellung und einen
verstellbaren Halter zur Befestigung des
Konzentrators an der Decken-Aufhängevorrichtung.
Die Decken-Aufhänge-Vorrichtung besteht aus einem
Eisengestell mit Wasserkühleinrichtung,
Schutzkappe, Befestigungsvorrichtung, zwei
Wasserzuführungsleitungen für das gewöhnliche
Leitungswasser der äußeren Konzentratorkammern und
zwei Leitungen für das destillierte Kühlwasser der
Druckgläser. An der Deckenaufhängevorrichtung
können zur gleichzeitigen Behandlung mehrerer
Patienten bis zu 4 Konzentratoren befestigt
werden.
Kompressorien oder Druckgläser nach Prof. Finsen,
bestehend aus zwei Bergkristallen in Metallfassung,
mit zwei Schlauchdüsen und Handgriff. Von links
nach rechts: Kompressorium mit Gummizug-Befestigung
und 2 Schlauchdüsen; Kompressorium zur Mund- und
Lippenbehandlung, die beiden Schlauchdüsen als
Handgriff ausgebildet, die Druckfläche ist
halbkugelig gewölbt; Kompressorium mit konvexer
Druckfläche; Kompressorium mit konvex zylindrischer
Druckfläche, speziell zur Augenlid-Behandlung;
Kompressorium mit konkav zylindrischer Druckfläche,
speziell zur Augenlid-Behandlung.
Heil- und Curierspiegel von Andreas Gärtner,
Dresden um 1710
Bei dieser wassergekühlten Solluxlampe® der Hanauer
Quarzlampengesellschaft tritt das Licht einer
Glühlampe durch eine wasserdurchspülte Küvette,
wodurch die längerwellige Infrarotstrahlung
effektiv ausgefiltert wird. Durch die
Wasserfilterung wird erreicht, dass die Bestrahlung
länger durchgeführt werden kann, womit eine größere
Tiefenwirkung erreicht wird.
Das kombinierte Gesichts-Licht- und Dampfbad
"Vapofor" besitzt den alten Konstruktionen
gegenüber den Vorteil, dass es mit einer
automatischen Wasserzuführung und
Wasserstandsregulierung ausgestattet ist, welche
das kostspielige und unangenehme Durchbrennen des
Dampferzeugers und des Heizkörpers verhindert. Ein
weiterer Vorzug dieser Konstruktion ist die völlige
Beseitigung der Explosionsgefahr bei etwa
vorkommender Verstopfung des Dampfzuführungsrohres,
da in diesem Falle der Dampfüberdruck durch das
Wasser-Zuführungsgefäß frei entweichen kann.
Tragbares Schulter-Lichtbad "Spatuthern", bestehend
aus einem elegant polierten Holzkasten mit 4
Glühlampen, die zum Schutze des Patienten durch
Metallbügel überdeckt sind, Leitungsschnur und
Steckkontakt. Der Benutzer steckt den Arm durch die
Öffnungen und trägt den Apparat, der mit einem Gurt
befestigt wird, auf der Schulter.
Spektro-Chrom-Heimgerät mit Stativ, 1000
Watt-Leuchtmittel, Filterkassette mit versiegelten
Dinshah-Filtern, integrierter Wasserküvette und
automatischer Einstunden-Zeitschaltuhr.
Spektro-Chrom-Farblichtprojektor für Therapeuten,
mit eingebautem drehbarem Filterhalter aus massivem
Aluminium, Motorlüfter und einer fokussierten
Lichtquelle mit 2000 Watt Leistungsaufnahme.
Zitiert aus Grober, Klinisches Lehrbuch der
Physikalischen Therapie: "Mit der Entwicklung der
sogenannten Zentralhöhensonne® mit drei Brennern S
1200 ist von der Hanauer Quarzlampengesellschaft
eine Entwicklung begonnen worden, die mit einer
sehr eleganten technischen Lösung eine gute
Raumausstrahlung von 6x6 Metern zuläßt. Diese
Anlage dürfte sich speziell für Krankenhäuser
eignen, zumal sie großen Durchgang von Kranken in
kurzer Zeit ermöglicht. Auch läßt sich die
Bestrahlung sehr individuell gestalten. Die
Anordnung hat den großen Vorteil, daß keine allzu
großen Montagekosten entstehen. Der Strahler kann,
da er durch ein Kabel mit Stecker angeschlossen
wird, z.B. in jedem größeren Gymnastikraum
aufgestellt werden und ist auch nicht fest an den
gleichen Ort gebunden. Wenn auch der Strahler als
Zentralhöhensonne® bezeichnet wird, so muß darauf
hingewiesen werden, daß er weder spektral noch
hinsichtlich der klimatischen Faktoren an die
Sonnen- und Himmelsstrahlung im Hochgebirge
heranreichen dürfte."








